#11 - Fußprobleme: Der Senk/Plattfuß

(Lesezeit: 2 min.)

Wenn die Fußmuskulatur zu schwach ist, um das natürliche Längs- und Quergewölbe des Fußes zu stabilisieren, sinkt das Fußskelett nach unten ab.

Ein leichtes Absinken des Längsgewölbes bezeichnet man als Senkfuß. Liegt der gesamte Fuß auf dem Boden auf, ist vom Plattfuß die Rede.

Oft treten sie auch in Kombination mit anderen Fußdeformitäten wie z.B. Knicksenkfuß, Senkspreizfuß usw. auf.

Ursprünglich sind die Füße dazu gemacht um barfuß zu laufen. Heutzutage ist es jedoch Normalität dass schon im Kindesalter festes Schuhwerk getragen wird.

So haben die Füße keine Chance, sich optimal zu entwickeln.

Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur und schult die Koordination. Und mit Barfußlaufen meine ich Barfußlaufen in der freien Natur über Stock und Stein.

Barfußgehen in den eigenen 4 Wänden auf dem frisch geputzten Parkettboden zählt nicht dazu denn auch hier ist der Input bzw. Reiz für die Fußmuskulatur gleich null.

Der Fuß braucht, wie auch alle anderen Strukturen im menschlichen Körper, ständig neue Reize. Diese erhält er nur durch Barfußlaufen.

Viele von uns haben Senk oder Plattfüße. Wie bei allen Fehlstellungen verursachen sie nicht immer Probleme. Oft jedoch leider schon. Schmerzen sind die Folge.

Durch ein Absinken des Gewölbes funktioniert der Fuß nicht mehr so wie er eigentlich sollte und Beschwerden in anderen Gelenken (z.B. Knie Hüfte) sind vorprogrammiert.

Sehr oft sieht man vor allem eine Kombination aus Senk/Plattfuß und X-Bein.

Es gibt einiges Prädispositionsfaktoren für die Entstehung von Senk/Plattfüßen:

  • Genetische Ursachen und Familiäre Häufung

  • Übergewicht

  • Wenig Bewegung = wenig Reiz für die Fußmuskulatur

  • Falsches Schuhwerk (z.B. Stöckelschuhe + Flip Flops) und übermäßiges Tragen von Schuhen

  • Zu starke/falsche Belastung aufgrund einer Beinachsenabweichung

Einlagen sind übrigens nicht des Rätsels Lösung. Sehr oft werden sie einfach leichtfertig verschrieben.

Als Grundregel gilt: Für Kinder keine Einlagen, bei Erwachsenen nur Einlagen bei schwierigen Fällen. (Neurologische Spezialfälle ausgenommen).

Einlagen sind wie auch Bandagen, passive Stützen die die Muskulatur langfristig verkümmern lassen. Der Gewohnheitseffekt tritt sehr schnell ein und man ist auf die passiven Stützen angewiesen.

Man sollte sie also nicht permanent tragen. Vor allem wenn man das Gefühl hat dass sie „sowieso nicht helfen“.

Hat man Einlagen die helfen kann man sie beispielsweise bei längeren Strecken oder bei akuten Schmerzen natürlich durchaus einsetzen. Aber wie gesagt, dies ist eher eine kurzfristige Lösung.

Podologische Einlagen sind schon eher zu empfehlen da sie genau angepasst werden und die Denkweise grundsätzlich eine andere ist.

Hier werden bestimmte Muskeln durch dünne Keile aktiviert oder inhibiert. Die Einlagen wirken gezielt auf die Rezeptoren am Fuß ein.

Dadurch werden entsprechende Reflexe ausgelöst um eine physiologische Bewegung des Fußes zu stimulieren.

Langfristig helfen jedoch nur Maßnahmen wie Gewichtsverlust, Barfußgehen und gezielte Übungen zum Aufbau der Fußmuskulatur.

Hier noch ein Buchtipp für nähere Infos und gezielte Übungen.

"Füße in guten Händen"von Christian Larsen.

Unter folgendem Link sind einige Übungen aus dem Buch dargestellt.

http://www.fitforfun.de/sport/fitness-studio/spiraldynamik/fuss-training_did_1669.html

Ich wünsche euch noch einen erholsamen Sonntagabend ;-)

Mario


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Bauer Mario,BSc.

Osteopath

Physiotherapeut

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